Adjuvans

Eine aktive Impfung versetzt das Immunsystem in die Lage, sich mit einem Krankheitserreger auseinander zu setzen, ohne direkten Kontakt mit dem Erreger selbst zu haben. Häufig werden in modernen Impfstoffen nur noch die für eine Immunreaktion wichtigen Bestandteile (z.B. Oberflächenantigene) in einem Impfstoff verwendet. Durch eine Reduktion auf einzelne Bestandteile (z.B. inaktivierte Toxine, Oberflächenproteine,…) wird eine geringere Immunreaktion durch Totimpfstoffe im Vergleich zu einem Lebendimpfstoff aufgelöst.

Doch durch Hinzufügen von sog. Adjuvantien (lat. adjuvare: unterstützen, helfen, förderlich sein) kann dies kompensiert werden. Die Adjuvantien verstärken die jeweilige Immunantwort und tragen so wesentlich zur Wirksamkeit des Impferfolges bei.

Neben der Steigerung der Immunogenität haben Adjuvantien weitere Vorteile für einen Impfstoff. Zum einen verbessern Adjuvantien die Verträglichkeit. So ist es z.B. möglich, ausschließlich die Immunogenität erzeugenden Komponenten zu verwenden. Auf weitere Erregerbestandteile, die vermehrt zu Nebenwirkungen führen, kann verzichtet werden (z.B. ap/aP = azellulärer Pertussis-Impfstoff). Zum anderen können durch Adjuvantien Impfstoffe günstiger (weniger Antigen pro Dosis) und anwendungsfreundlicher (lagerungsstabil) hergestellt werden.

Bereits früh wurde dies erkannt und Adjuvantien in Impfstoffen verwendet. Die gebräuchlichsten Adjuvantien sind Aluminiumverbindungen (Aluminiumhydroxid und Aluminiumphosphat).

 

neue Adjuvantien …