Typen der Immunisierung

Standard- und Indikationsimpfungen

Standardimpfungen

Standardimpfungen sind diejenigen Impfungen, die allen Bürgern eines Landes von einer Kommission (Robert Koch-Institut, Sächsische Impfkommission) empfohlen werden. Berücksichtigt wird nicht ein individuelles Risiko, sondern der "Durchschnitt". Dies soll nicht abwertend klingen, aber in allen Betrachtungen, Berechnungen und Abwägungen für die Empfehlungen werden diese eben für den "Durchschnittsbürger" gemacht.

So kommt man beispielsweise zur Grundimmunisierung und regelmäßigen Auffrischungen für Tetanus, da hier für alle ein Risiko anzunehmen ist. Jeder wird sich wohl die ein oder andere Wunde im Leben zuziehen.

Näheres finden Sie in der Übersicht: Impfplan, der in Anlehnung an die aktuellen Impfempfehlungen erstellt wurde.

Indikationsimpfung

Wie der Name schon vermuten lässt, macht eine besondere Situation diese Impfung nötig. Ortswechsel (z.B. Urlaubsreise), Beruf, aber auch andere Änderungen der Lebensumstände, also ein Wechsel der "Herde", können eine Impfung nötig machen. So stellen auch eine geplante Schwangerschaft, verschiedene Krankheiten oder auch eine bevorstehende Therapie (Immunsuppression) eine Indikation für verschiedene Impfungen dar (Impfen in besonderen Situationen).

Grundsätzlich sollten Sie Ihren Impfpass bzw. den Impfstatus regelmäßig kontrollieren lassen.

Bei beruflichem Risiko sind zu erwägen:
  • Arbeiten mit (hohem) Personenkontakt: Influenza
  • Kontakt mit Fäkalien (z.B. Kanalisation, Hygienekräfte,…): Hepatitis A
  • Kontakt mit Blut (z.B. med. Fachpersonal): Hepatitis B
  • Kontakt mit (Klein-)Kindern (med. Personal, Kinderkrippe/-garten): Mumps, Masern, Röteln, Varizellen, Pertussis,…
  • Arbeiten in Wald und Wiesen (z.B. Landwirte, Jäger, Forstarbeiter): FSME
Bei bestehenden Erkrankungen, zur Verhinderung von möglichen Komplikationen: