Grippaler Infekt

Häufigkeit ARE (akute respiratorische Erkrankung)
vgl. Grippe-Web des Robert Koch-Institutes
Im Volksmund bezeichnet man mit dem grippalen Infekt oder auch der Erkältung ein weites Feld von Erkrankungen des (oberen) Respirationstraktes (Atmungsapparat). Ähnliches wird mit dem statistischen Begriff ARE (akute repiratorische Erkrankung) erfasst.

Im Gegensatz zur echten Grippe handelt es sich nicht um eine Infektion durch Influenza-Viren. Die Krankheitserreger sind in den meisten Fällen sehr unterschiedliche Viren (z.B. Rhinoviren, Adenoviren, Parainfluenzaviren, …). Diese zeichnen sich teilweise wiederum durch eine hohe Vermehrungsrate (Replikation) und eine rasche Veränderung (Variation) aus. So ist es möglich, dass zum einen rasch nach einer überstandenen Infektion eine erneute Infektion auftreten kann, und zum anderen sogar, als additiver Effekt, eine Zweit-Infektion hinzu kommen könnte. Bakterielle Superinfektionen sind auch hier möglich.

Erkältung und Kälte

Irrtümlicherweise wird als Ursache für eine Erkältung immer noch die Kälte herangezogen. Dies ist aber nicht ganz korrekt. Eine Monokausalkette: Kälte → Infekt ist sicherlich nicht haltbar. Ein Mensch in einer keimfreien Umgebung könnte sich bei Kälte nicht erkälten. Im Gegensatz kann man sich auch in den Tropen mit den Viren infizieren und so eine Erkältung bekommen.

Aber warum geistert die Kälte immer noch in den Köpfen der Menschen. So ganz ohne Hintergrund kann dies ja doch nicht sein. Jedem ist klar, was heute Statistiken beweisen, Erkältungen sind im Winter häufiger. Doch was macht die Kälte?

  • Kälte steigert das Infektionsrisiko: Zum einen "überlebt" das virushaltige Material (Sekrete) an Oberflächen länger in kalter und feuchter Umgebung. Zum anderen ist der Mensch „geselliger“, wenn es kälter ist. "Man hockt sozusagen näher zusammen."
  • Kälte und das Immunsystem: Es gibt Untersuchungen, dass bei Kälteexposition an einigen Körperregionen sich die Durchblutung mindert. Bei einem gleichzeitigen Viruskontakt kann das Immunsystem die minderdurchblutete Schleimhaut nicht so gut erreichen. In diesem Falle wäre Kälte ein Kofaktor.
  • Kälte und Erkältung (Etymologie): Ein anderer Erklärungsansatz wäre die subjektiv empfundene Kälte zu Beginn eines Infektes. Im Stadium incrementi des Fiebers steigt die Körpertemperatur unter Schüttelfrost an. Über die Zeit könnte sich die Bedeutung zu einer vermeintlichen Ursache verschoben haben.

Husten und nun…  
Übersicht Smptome: Grippaler Infekt vs. echte Grippe …