Schilddrüse

Sonographie

Sonographie: Knoten mit Doppler

 

Volumen der Schilddrüse
Vgesamt = Vrechter Lappen
+ Vlinker Lappen
Nährungsformel für elipsoide Körper:
V = L(änge) · B(reite) · T(iefe) · 0,5
CAVE: Untersucherabhängiger Fehler (Interobserver-Varianz): 10-30%
 
Alter Normwerte
< 1 Jahr < 2ml
1-4 Jahre < 3ml
5-6 < 4ml
7-10 < 6ml
11-12 < 7ml
13-14 < 10ml
15-18 < 15ml
>18 ♀: ≤18ml

♂: ≤25ml

Die Sonographie der Schilddrüse erweist sich in der heutigen Zeit mit hochauflösenden Schallsonden (>7,5MHz) neben dem Labor als eine der zentralen Untersuchungsmethoden.

Die Sonographie der Schilddrüse leistet inzwischen mehr als eine simple Größenbeurteilung. Neben Größe und Form können durch die hohe Auflösung auch das Gewebe selbst (Parenchym) sowie evtl. Veränderungen (z.B. Knoten, Zysten,…) mit einer hohen Aussagekraft beurteilt werden. Selbst kleinere Veränderungen können durch die Nähe zum Schallkopf gut detektiert werden (Knoten: >3mm, Zysten: >2mm).

Je nach Quelle geht man von einer Häufigkeit der Schilddrüsenknoten bei Ultraschalluntersuchungen von 20-33% aus (abhängig von Geschlecht: ♂ < ♀; Lebensalter: Zunahme mit dem Lebensalter; Anamnese: Lebensraum, Jodbelastung, Strahlenbelastung,…).

Außerdem kann neben diesem auch die Beziehung zu Nachbarstrukturen (z.B. Luftröhre, Speiseröhre, Schluckverschieblichkeit,…), die lokalen Lymphknoten oder eine lokale Druckempfindlichkeit (Sonopalpation) beurteilt werden.

Neben der einfachen B-Bild-Sonographie bietet eine zusätzliche Farbdoppler-Sonographie die Möglichkeit, auch die Durchblutung in der gleichen Untersuchung zu erfassen. So kann sowohl die Durchblutung der Schilddrüse selbst, als auch die möglicher Läsionen mittels Ultraschall beurteilt werden.

Eine Funktionsbeurteilung (z.B. supprimierte Areale, Autonomie,…) kann mittels einer Sonographie nicht erfolgen. Hier muss eine Szintigraphie durchgeführt werden. Diese ist aufgrund der eingeschränkten Ortsauflösung aber erst bei einer Befundgröße >1cm möglich.

Neben diesen "üblichen" Sonographie-Verfahren stehen inzwischen auch neuere Methoden in der Sonographie zur Verfügung, die eine Aussagekraft des Ultraschalls weiter verbessern. So kann mit einer Elastographie die Gewebedichte beurteilt werden. Mit weiteren Verfahren (z.B. MicroPure™) können kleine Verkalkungen (Malignomverdacht) nachgewiesen werden.

Neben Vorteilen wie fehlende Jod-Belastung bei Kontrastmitteln, Unbedenklichkeit bei Schwangerschaft oder Problemen mit Enge (Klaustrophobie) oder Metallimplantaten bei MRTs zeichnet sich eine Sonographie auch durch den Vorteil einer "kommunizierenden" Untersuchung aus. Patient und Untersucher können sich während der Untersuchung austauschen (z.B. Rückmeldungen über Schmerzlokalisation, Bewegungseinschränkung,…).

Bei möglicher Indikation kann unter sonographischer Kontrolle auch eine Punktion eines lokalen Befundes erfolgen. Sei es zu diagnostischen (vgl. Feinnadelpunktion) oder evtl. therapeutischen Zwecken (perkutane sonographisch gesteuerte Alkoholinstillation (PEIT).

Knoten in der Schilddrüse … 
Knoten - Differenzierung im Ultraschall … 
 

 

Quellen: Herold - Innere Medizin
  www.pharmazeutische-zeitung.de