Aktuell


 
01.04.2018
Frühes Ende der

Versorgungsstärkungsverträge

 

Die Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder betrachten die seit dem 1. Januar 2018 geltenden "Versorgungsstärkungsverträge" entgegen früherer Bewertungen und Stellungnahmen als "unzulässig". Erste Hinweise für diesen Sinneswandel der Aufsichtsbehörden zeichneten sich bereits in einem Artikel der "Bild am Sonntag (18.02.2018)" ab. Hier wurden "unerlaubte Bonuszahlungen" an Ärzte unterstellt.

Zum 30.04.2018 verlieren die Verträge nun ihre Gültigkeit.

Das Ziel aller bisherigen Bemühungen und Verträge zwischen Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen war eine intensivere Betreuung und Versorgung insbesondere von schwer kranken Patienten.

Durch den Wegfall entsteht eine Lücke in dieser Versorgung. In einem Interview äußert Dr. med. Frank Bergmann (Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein) die Befürchtung, dass nicht nur die Vertragsärzte sondern auch Patienten den Preis dafür zahlen, dass die Politik noch immer keine befriedigende Lösung für den Risikostrukturausgleich gefunden habt.

Auch scheint einigen Krankenkassen weiterhin das Bewusstsein zu fehlen, als öffentlich-rechtliche Körperschaften in einem Solidarsystem zu agieren. Vielmehr erscheint es ein erklärtes Ziel zu sein, möglichst hohe Zuweisungen aus dem Risikostrukturausgleich zu erhalten. Dieses ungelöste Problem der Krankenkassen nun dadurch anzugehen, dass man alle Ärzte diffamiert und weiterhin unter den Generalverdacht des Upcodings stellt, ist sicherlich der falsche Weg.

Wünschenswert wäre eine schnellstmögliche und sichere Lösung für alle Vertragspartner, die eine Versorgung der Patienten langfristig sichert und nicht in einer stetigen Steigerung des Verwaltungsaktes durch immer neue Verträge endet.


 

 

 

 
01.01.2018
Versorgungsstärkungsverträge
Versorgungsstärkung statt Hausärztestruktur- und Betreuungsstrukturverträge

 

Durch die Versorgungsstärkungsverträge zum 01.01.2018 zwischen der KV Nordrhein und verschiedenen Krankenkassen (AOK Rheinland/Hamburg, DAK-Gesundheit, Kaufmännische Krankenkasse KKH) soll eine Verbesserung der patientenorientierten Versorgung erreicht werden.

Ziel ist die Stärkung sowohl einer haus- als auch der fachärztlichen Grundversorgung.

Einen vergleichbaren Vertrag mit dem Ziel der verbesserten patientenorientierten Versorgung gibt es ab dem 01.01.2018 auch zwischen der KV Nordrhein und der Techniker Krankenkasse (TK). Möglicherweise sollen auch weitere Verträge mit anderen Kassen hinzukommen.

Die neuen Versorgungsstärkungsverträge lösen den Hausärzte-Strukturvertrag mit der AOK Rheinland/Hamburg sowie den Betreuungsstrukturvertrag mit der KKH zum 1. Januar 2018 ab.

Somit müssen hier eingeschlossene Patienten für die weitere Teilnahme einen neuen Vertrag abschließen. Die bisherigen Teilnahme endet automatisch zum 31. Dezember 2017.

Für nähere Fragen stehen wir Ihnen gerne persönlich zur Verfügung …

… nicht mehr ganz aktuell …