Aktuell


25.04.2019
Check-Up: Die Änderungen

18-34 Jahre

Hinzugekommen ist eine einmalige Check-Up-Untersuchung, um in diesem Lebensabschnitt das individuelle Risiko abzuschätzen und ein möglichst hohes Erkrankungsrisiko frühzeitig zu erkennnen.
  • Anamnese (eigene Vorerkrankungen, Erkrankungen innerhalb der Familie)
  • Klinische Untersuchung, Blutdruckmessung
  • Überprüfung des Impfstatus
  • bei Übergewicht, Bluthochdruck oder familiären Vorerkrankungen: Blutfette (Cholesterin, Triglyceride, LDL und HDL), Nüchtern-Glukose
Abschließend werden die Befunde erörtert und der Arzt berät den Patienten. Sollten weitere Untersuchungen medizinisch notwendig sein, werden diese veranlasst.

… weitere Check-Up … 

ab 35 Jahren

Weiterhin ist es das Ziel, frühzeitig Erkrankungen (Bluthochdruck, Diabetes mellitus, …) zu erkennen und evtl. zu behandeln. Das Intervall zwischen den einzelnen Untersuchungen ist von 2 Jahren auf 3 Jahre verlängert worden. Im Gegenzug wurde die Labordiagnostik erweitert.
  • Anamnese (eigene Vorerkrankungen, Erkrankungen innerhalb der Familie)
  • Klinische Untersuchung, Blutdruckmessung
  • Überprüfung des Impfstatus
  • Blut: Blutfette (Cholesterin, Triglyceride, LDL und HDL), Nüchtern-Glukose
  • Urin: Harnstreifentest mit Bestimmung von Eiweiß, Glukose, roten und weißen Blutkörperchen sowie Nitrit
Abschließend werden die Befunde erörtert und der Arzt berät den Patienten. Sollten weitere Untersuchungen medizinisch notwendig sein, werden diese veranlasst.

… weitere Check-Up … 

Männer ab 65 Jahren

Seit Januar 2018 wird für Männer einmalig eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung eines Bauchaortenaneurysmas (Erweiterung der Bauchschlagader) angeboten. Die Untersuchung wird nur Männern angeboten, weil Männer wesentlich häufiger von einem Bauchaortenaneurysma betroffen sind als Frauen. Außerdem haben Männer laut Studien einen größeren Nutzen von der Ultraschall-Früherkennungsuntersuchung.

Bemerkung: Allgemein gehört zu einer Abdomensonograpie auch die Beurteilung der Bauchgefäße, also auch der Aorta. Somit sollte durch eine Abdomensonographie bereits ein mögliches Aneurysma erkannt worden sein. Falls Sie keinen erweiterten Check-Up wünschen, dennoch in regelmäßigen Abständen eine Kontrolle der Bauchaorta durchführen lassen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere BAA-Wochen. Diese finden regelmäßig im Rahmen der BAA-Früherkennung statt.

Wissenswertes zum Bauchaortenaneurysma … 


16.01.2019
Zoster-Impfung wird Standard

 

Gürtelrose als Standardimpfung für alle ab 60!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt nun auch die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) als Standardimpfung für alle Personen ab einem Alter von 60 Jahren (zuvor war es nur eine Indikationsimpfung).
Durch die Impfung soll sowohl das Auftreten einer Gürtelrose verhindert werden als auch das Risiko für Komplikationen und Spätfolgen bei einer Gürtelrose (insb. Postzosterneuralgie) vermindert werden.

Bei Immunschwäche oder chronischen Erkrankungen, die ein Erkrankungsrisiko für eine Gürtelrose selbst oder die Komplikationen und Spätfolgen steigern, sollte eine Impfung bereits ab 50 Jahre durchgeführt werden. Neben angeborenen oder erworbenen Immunschwächen (z.B. Chemotherapie,…) zählen z.B. Diabetes, COPD, Asthma oder eine Niereninsuffizienz zu den Indikationen für eine frühzeitige Impfung.

… weitere Informationen zur Zoster-Impung… 
… weitere Informationen zu Gürtelrose (Herpes zoster)… 
… weitere Informationen zu Windpocken = Varizellen… 

Hinweis: Es besteht zwar die o.g. STIKO-Empfehlung, aber aktuell ist diese Impfung jedoch noch keine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Hierzu muss der gemeinsame Bundesausschuss (GBA) über die Zoster-Impfung zustimmen. Eine Entscheidung wird in den nächsten Monaten erwartet.

Ergänzung (15.03.2019): Der GBA stimmt am 07.03.19 der Umsetzung der STIKO-Empfehlung (Impfung mit Herpes zoster-subunit-Totimpfstoff) zu (Inkrafttreten: 01.05.2019).
… GBA-Beschluss … 


04.10.2018
Grippe-Impfung !

 

Es ist wieder so weit:
Nicht nur der Herbst, auch die Grippeimpfung für 2018/2019 ist "endlich" da.

Durch das sommerliche Wetter machte eine "frühe Impfung" bei normaler Indikation sicherlich noch keinen Sinn.

Aber jetzt kann es langsam losgehen …

Erstmalig in diesem Jahr gibt es NUR noch den trivalenten Impfstoff = 4-fach Impfstoff. Nach dem "Versagen" des trivalenten Impfstoffs (3-fach Impfstoff) musste dieser Impfstoff weichen. Weiterhin bleibt die Option einer nasalen Immunisierung von Kindern mit dem Grippe-Lebendimpfstoff. Hier bitten wir jedoch um eine Indikationsstellung in Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt.

Gerne stehen wir Ihnen für eine persönliche Beratung in der Sprechstunde zur Verfügung.

01.10.2018

HPV-Impfung für Jungen

 

HPV = Humane Papillomviren: Sie verursachen unter anderem Zervix-Karzinome oder Analkarzinome. Bekannt wurde die Impfung als "Impfung gegen Gebärmutter-Hals-Krebs". Doch humane Papillomviren verursachen vieles mehr …

… weitere Informationen zu HPV … 

 

HPV jetzt auch für Jungen !

Im Grunde war es schon immer klar. Eine ausschließliche Impfung der Mädchen bzw. Frauen bei einer Erkrankung, die durch Sexualverkehr übertragen wird, macht nicht wirklich Sinn. Endlich hat die STIKO die Impfempfehlung geändert. Ab 2018 sollen nun auch Jungen geimpft werden.

… nicht mehr ganz aktuell …