Pulswellenanalyse

Blutdruck
Im Gegensatz zur reinen Blutdruckmessung werden bei der Pulswellenanalyse nicht nur die Minima (diastolischer Blutdruck) und Maxima (systolischer Blutdruck) der Pulswelle erfasst. Es wird der gesamte Druckverlauf, die Pulswelle, analysiert. Verschiede Parameter geben hierbei Aufschluss über die Elastizität der Gefäße oder den Gefäßwiderstand.

Inzwischen ist die PWA als einfaches nicht-invasives Messverfahren verfügbar. Früher konnte die Pulswelle oder auch der Verlauf des zentralen Blutdrucks in der Aorta lediglich mittels einer Herzkatheteruntersuchung bestimmt werden. Durch genauere Messverfahren und einen Abgleich über eine Vergleichsdatenbank erhält man heute über eine "erweiterte" Blutdruckmessung (2x Blutdruckmessung am Oberarm, sitzend; über ca. 5min) die gewünschten Messwerte.

Man erhält unter anderem …

  • zentraler und peripherer Blutdruck
  • zentraler und peripherer Pulsdruck
  • Pulswellengeschwindigkeit
  • Augmentationsindex

In der Summe kann über die Analyse der Pulswelle der "Alterungsprozess" der arteriellen Gefäße abgeschätzt werden. Ist dieser normal, also entsprechend dem Lebensalter, oder ist dieser gesteigert?

Die Gegenüberstellung von kalendarischem Alter der Gefäße und der Messung (Bewertung der Gefäßalterung) wird häufig auch als Bestimmung des "Gefäßalters" zusammengefasst.

Die Pulswellenanalyse bietet neben der Möglichkeit einer Früherkennung eines kardiovaskulären Risikos auch die Verlaufsbeobachtung (unter Therapie) und die Optimierung der Therapie durch eine bessere Anpassung der Medikation.

 

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