Divertikel

Divertikel, Divertikulose und Divertikulitis

Allgemein wird in der Medizin eine Aussackung von Hohlorganen (z.B. Magen, Darm, Blase,…) als Divertikel bezeichnet. Des Weiteren wird bei den Divertikeln zwischen sog. echten (die Aussackung betrifft alle Wandschichten, meist angeboren) und falschen Divertikeln (Ausstülpung der Schleimhaut durch eine Muskellücke) unterschieden. Diese werden auch als Pseudodivertikel bezeichnet. Hat die Schleimhautausstülpung die Muskelschicht nicht übertreten, wird dies als inkomplettes Divertikel bezeichnet.

Die meisten Divertikel betreffen sicherlich den Magen-Darm-Trakt. Grundsätzlich können aber alle Hohlorgane Divertikel aufweisen. In Ländern mit einem gehobenen Lebensstandard ("westlicher Lebensstil") stehen Divertikel des Dickdarms im Vordergrund. Auf diese beschränkt sich der Artikel im Weiteren.

Häufigkeit und Vorkommen  
Die Divertikelkrankheit und ihre Bedeutung ist erst seit den 30er Jahren bekannt. Sie gilt heute als häufigste Darmerkrankung in der westlichen Welt. Es zeigt sich eine Zunahme der Diagnose über die Jahrzehnte, mit dem steigenden Lebensalter und in Abhängigkeit von der Ernährung.
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Ursache und Entstehung  
Genaue Ursachen sind bislang unbekannt. Als Hauptfaktoren werden eine Druckerhöhung im Darmlumen sowie eine Schwäche der Darmwand angegeben. Außerdem wird neben Ernährung und Bewegung auch eine enterische Neuropathie als möglicher Faktor genannt.
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Beschwerden und Komplikationen  
Eine Divertikulose macht in der Regel keine Beschwerden. Jedoch können als Divertikelkrankheit Symptome bzw. Komplikationen aufteten: Entzündung (Divertikulitis), Blutung, Perforation, Fistelbildung, Stenose,…
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Diagnose  
Zur Diagnose der Erkrankung stehen neben Anamnese und klinischer Untersuchung weitere Mittel zur Verfügung: Labor, Röntgenuntersuchung des Darms, Koloskopie (Spiegelung des Dickdarms), Ultraschall, Computertomographie,…
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Therapie  
Je nach Ausprägung der Erkrankung und aktuellem Beschwerdebild muss die entsprechende Therapie erwogen werden. Von diätetischen Maßnahmen über Antibiosen bis hin zu chirurgischen Eingriffen gibt es ein weites Spektrum an Handlungsoptionen.
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