Fieber

Fieber ist ein Symptom und keine eigene Krankheit. Bei einer Infektion reagiert der Körper mit einer absichtlichen Sollwert-Erhöhung der Körpertemperatur (vgl. Körpertemperatur). Dies ist ein Teil der unspezifischen Abwehrreaktion des Immunsystems und eine gezielte Reaktion auf die Infektion. Die meisten "Eindringlinge" sind an die Körpertemperatur 37°C optimal angepasst und können sich bei höheren Temperaturen nicht mehr oder schlechter vermehren. Die Abwehr des Körpers hat so einen Vorteil und die Immunzellen können so leichter Herr über die sich stetig vermehrenden Angreifer werden.

Bei der unspezifischen Immunantwort setzen Makrophagen und neutrophile Granulozyten nach Kontakt mit Krankheitserregern verschiedene endogene Pyrogene (Interleukin-1, Interleukin-6 und TNFa) frei. Diese endogenen Pyrogene (endogen = körpereigen; pyrogen = fierberauslösend) gelangen über den Blutkreislauf zum Hypothalamus. Dort wird Prostaglandin E2 (PGE2) gebildet und als lokal wirksames Hormon freigesetzt. Es kommt zur Erhöhung des Sollwertes für die Körpertemperatur.

Es gibt auch sogenannte exogene Pyrogene (exogene = körperfremd), die in diesem System Fieber auslösen können. Als Beispiele wären hier Bestandteile einiger Bakterien (Lipopolysaccharide aus der Wand gramnegativer Bakterien, Antigene von einigen Staphylokokken und Streptokokken) zu nennen.

Fieber hat also eine physiologische Funktion und sollte nicht unter allen Umständen bekämpft werden. Grundsätzlich ist bei Fieber der Flüssigkeitsbedarf des Körpers gesteigert. Dies sollte Beachtung finden und entsprechend für eine ausreichende Zufuhr gesorgt werden.

Bei längerem Fieber oder höheren Temperaturen schließlich kann es zu möglichen Schäden für den Organismus kommen.

Da hier der Nutzen nicht mehr überwiegt, ist eine fiebersenkende Therapie einzuleiten.

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